Fernsehturm

"Torre de Collserola"

Der Fernsehturm des Norman Foster


Zu den olympischen Spielen von 1992 hat sich Barcelona nicht lumpen lassen und der Welt nicht nur hervorragende Spiele geboten sondern auch bei neuen Gebäuden nicht mit architektonischen Glanzleistungen gegeizt.

Gleich zwei ganz besonders ausgefallenen Fernsehtürme wurden eigens, für die Übertragung der Spiele in alle Welt hinaus gebaut.

So steht auf dem, oft so genannten, "Olympia-Berg" (weil hier die meisten olympischen Wettkampfstätten zu finden waren), dem Montjuïc, der spektakuläre Fernsehturm des spanischen Architekten Santiago Calatrava.

anillo olimpico mit fernsehturm

Der Montjuïc ist einer der beiden "Hausberge" Barcelonas. Er liegt in der Nähe des Meeres und ist an seiner höchsten Erhebung fast 178 m hoch.

Der zweite der Hausberge ist der Tibidabo mit seinem höchsten Punkt von 516 m. Der Tibidabo gehört zur Bergkette mit dem Namen "Serra de Collserola". Auch hier sollte zu den olympischen Spielen eine neuer Turm als Telekommunikationsumsetzer gebaut werden.

Für diesen Turmbau gewann man den berühmten englischen Architekten Norman Foster der wurde während der Bauzeit von Königin Elisabeth II. als Ritter in den Adelsstand erhoben und darf sich nun Sr. Norman Foster nennen.

Werke des bekannten Architekten Sir Norman Foster sind auf der ganzen Welt bekannt und in vielen Großstädten dieser Welt sind sie zu finden.

gherkin-london  reichstag berlin

In London entwarfen er und sein Team das Bürohaus eines Schweizer Rückversicherer, das von den Londonern nur "Gherkin" (die Gurke) genannt wird und die berühmte Millenium Bridge, eine Fußgängerbrücke die in der Nähe der "St. Pauls Cathedral" über die Themse führt.

Auch in Deutschland ist er nicht unbekannt. So plante er den Umbau des Reichstaggebäude in Berlin und verlieh ihm seine begehbare Glaskuppel... Der Umbau des Kopfbahnhofes in Dresden und der 56 Stockwerke hohe Commerzbank-Tower in Frankfurt gehören ebenso zu seinen Werken.

millau viaduct  millenium bridge

Da mich Brücken ganz besonders faszinieren darf die Erwähnung Norman Fosters Bau der weltweit höchsten Brücke, das von sieben Betonsäulen getragene, 343 Meter hohe Millau Viaduct nicht fehlen. über dieses Wunderwerk fährst du, wenn du von Paris kommst und zum Mittelmeer möchtest.

Torre in der Sonne

Für sein Projekt des Fernsehturms am Tibidabo wählte man den Namen der Gebirgskette und deshalb heißt er "Torre de Collserola" (Torre = Turm).

Die Fundamente des Turms liegen auf einer Höhe von 425 Meter über dem Meeresspiegel auf dem Turó de la Vilana (das ist ein Nebengipfel vom Tibidabo) im Bezirk Sarrià Sant Gervasi.

Darauf steht dann der Turm und der misst, bis zur Antennenspitze 288 Meter. Der wichtige Turmkorb hat die Form eines bauchigen Dreiecks. Der Korb befindet sich in einer Höhe ab 84 Meter und ist 68 Meter hoch. Er besteht aus insgesamt 13 Stockwerken.

In all diesen Stockwerken befinden sich überwiegend die technische Einrichtungen die man für eine moderne Telekommunikation benötigt . Ein Stockwerk ist davon allerdings ausgenommen. Im zehnten Stockwerk befindet sich nämlich eine spektakuläre, gläserne Aussichtsplattform.

Mit einem 360º Rundumblick kannst du hier, 560 Meter über dem Meeresspiegel einmal sehen wie riesig Barcelona und sein Umfeld ist. Bei normaler Sicht kannst du von hier aus bis zu 70km weit sehen.

Öffnungszeiten

Öffnungszeiten Torre de Collserola

Eintrittspreise

  • Erwachsene: 5,60 Euro
  • Kinder bis einschließlich 3 Jahre (bis zum Tag vor dem 4. Geburtstag) Eintritt FREI!
  • Kinder und Jugendliche von 4 bis 14 Jahre 3,30 Euro
  • Senioren über 60 Jahre (mit Ausweis) 3,30 Euro
  • Körperbehinderte ab 33% (mit Ausweis) 3,10 Euro
Preise vom Stand: 01. Juli 2018

Wegbeschreibung

Am preiswertesten ist die Anreise mit der S-Bahn von der Plaça de Catalunya aus! Wenn du eine T-10er Karte hast dann kostet es dich nur 1,02 Euro. Wenn du ein Einzelticket kaufst dann sind es halt 2,20 Euro

Wie kommst du nun z.B. von der Plaça Catalunya aus nach Vallvidrera und von dort zum Fersehturm?

Du steigst unter der Plaça de Catalunya in die SBahnlinie  S1  in Richtung Terrassa oder in die  S2  in Richtung Sabadell und steigst an der Haltestelle "Peu del Funicular" aus.

Es ist wichtig, dass Du, bei der Hinfahrt, weder in den ersten noch in den letzten Wagon einsteigst, da sich bei denen die Türen an der Haltestelle "Peu del Funicular" nicht öffnen.

Nun gehst Du Einfach dem Schild Barcelona ein paar Meter nach und kommst automatisch zur Standseilbahn. An der Endstation der Seilbahn verlässt Du den kleinen Bahnhof und rechts um die Ecke ist die Bushaltestelle der Linie 111. Mit deinem Ticket kannst du hier umsteigen und musst kein neues mehr kaufen. Der Bus fährt nun über 9 Haltestellen bis zum Vergnügungsparkt direkt am Tibidabo.

Du steigt aber an der dritten Haltestelle "Ctra. de Vallvidrera-Gruilla de Carreteres" wieder aus. Nun gehst du ein kleines Stück (ca. 350m) weiter, den Berg hinauf und hältst dich immer links und gehst der Ausschilderung nach. So kommst du direkt zum Eingang.

Wenn du mit dem eigenen Auto oder dem Leihwagen anreist, dann findest du ca. 300 Meter vor dem Eingang ca. 70 kostenlose Parkplätze die fast immer leer sind.

torre collserola warteraum

Nachdem du an der Kasse dein Ticket gekauft hast, wirst du hinter der Sicherheitskontrolle von der freundlichen Mitarbeiterin Arancha empfangen. Arancha begleitet dich dann zunächst zum Aufzug. Das ist bereits das erste Highlight denn der Panorama-Aufzug bietet Platz für über 20 Personen und er ist rundherum aus Glas. Das heißt, schon die Auffahrt zur 10. Etage ist etwas ganz Besonderes.

Im Aufzug  Im Aufzug-oben

Oben angekommen wirst du dich zunächst einmal wundern über diese wahnsinnige Aussicht. Du kannst eine ganze Runde von 360º drehen und sehen wie riesengroß Barcelona in Wirklichkeit ist. Von Montserrat bis zu den Ausläufern der Pyrenäen und bis zum Mittelmeer geht dein Blick.

Einige behaupten sogar das man bis nach Mallorca sehen könne. Das währen dann Luftlinie über 200 km und dabei kann es sich dann doch wohl nur um eine Fata Morgana handeln. Aber manche übertreiben halt gerne etwas... und 70 km sind doch auch nicht schlecht!

Aussichtsplattform  sagrada familia am 27.6.2018

Einen ganz tollen Blick hast du in jedem Fall auf den benachbarten Vergnügungspark. Der höchste Punkt liegt dort zu Füßen der Jesusstatue auf der Kirche "Sagrada Corazon" und hier stehst du noch höher denn mit 560 Meter über dem Meeresspiegel steht du jetzt am höchsten für Besucher zugänglichen Punkt in Barcelona. Nur die Mittarbeiter des Antennentrupps dürfen noch einige Meter höher hinauf.

Tibidabo Vergnügungspark

Du bist hier oben nicht an eine bestimmte Zeit gebunden und kannst bis zu Schließungszeit bleiben. Wenn du wieder nach unten möchtest, dann sage einfach beim Aufsichtspersonal bescheid und Arancha kommt und bringt dich mit dem Aufzug wieder nach unten.

antennensalat  plan torre

Wir waren am 27.6. dort und wir waren insgesamt 5 Besucher... Ich konnte das gar nicht glauben denn hier hatte ich wesentlich mehr Menschen erwartet. Mit den Mitarbeitern oben und später habe ich mich dann mit Arancha darüber unterhalten und war höchsterstaunt weil mir alle sagten das nur sehr wenige Besucher den Weg hierher finden und das hier sogar an den Wochenenden so gut wie "nichts" los sei.

Viele wissen nicht einmal das es hier eine Aussichtsplattform gibt!

Tibidabo Vergnügungspark

Diesen Satz habe ich von allen 5 Mitarbeitern gehört und das ist wirklich jammerschade denn einen solchen Aussichtspunkt findest du sonst nirgends in Barcelona. Das ist also dann wirklich (noch) einer der wenigen "Geheimtipps" was die Sehenswürdigkeiten in Barcelona angeht.

Zumal auch der Eintrittspreis noch sehr günstig ist (ich habe als über 60 Jähriger nur 3,30 Euro bezahlt) ist das wirklich eine sehr gute Empfehlung und in Kombination mit einem Besuch des Vergnügungspark Tibidabo ein Riesenerlebnis für Jung und Alt!

Mein Tipp: Am Vormittag in den Vergnügungspark Tibidabo und zum Abschluss, bei der Rückfahrt am späteren Nachmittag, noch einen Halt einlegen und die Aussichtsplattform des Fernsehturms besuchen.


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